Tanja Schmidt (DE)

Tanja in Studio

Tanja Schmidt (DE)

Schneller, höher, weiter….mehr, mehr, mehr.

Die Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft, das Streben nach Perfektion und Uniformität nehmen dem Menschen die Möglichkeit, die Leere, also den Zeitraum zwischen Sein und Vergehen, zu füllen und ihm Leben einzuhauchen. Mich dem Geschwindigkeitsrausch der Gesellschaft zu entziehen ist für mich eine Notwendigkeit, um meinen Blick für das Wesentliche zu öffnen.

Die Kunst ist mein Sprachrohr.

Mittelpunkt meines künstlerischen Schaffens ist der Mensch – der Mensch als soziales Wesen, der Mensch in seinem Erleben – die positiven und negativen Seiten seiner Psyche.

Ich versuche die verschiedenen Grade menschlichen Seins abzuwandern und meine Erkenntnisse zu visualisieren.

Auf meiner Suche nach den Zuständen gesellschaftlichen Seins begegne ich immer wieder tiefgründigen Fragestellungen zum Universum.

Was ist Perversion und was ist Normalität? Was ist Wahrheit und was Wirklichkeit? Wie lange dauert die Ewigkeit im Verhältnis zur Unendlichkeit? Ist die ständig wachsende Intoleranz, der unkritische Umgang mit Vorurteilen, die Folgen gesellschaftlicher Oberflächlichkeit – Einsamkeit, Desinteresse, Sehnsucht – ein Symptom unserer Zeit?

Sind wir Sklaven des Systems?

Ich sage mich los von einer Gesellschaft, die sich nur mit der Oberfläche zufrieden gibt, denn für mich gibt es innerhalb des Sichtbaren, eine erfahrbare, erfühlbare, subtile Wahrheit, die in den Winkeln der Welt zu finden ist. Mein Blick geht in die Tiefe und dabei versuche ich bis in die verlegensten Winkel durchzudringen, um das Verborgene ans Licht zu bringen und dem Betrachter zugänglich zu machen. Mein Ansatz ist philosophisch, mein Programm heißt Fragen stellen und In-Frage-Stellen.

Ich will die Oberfläche abtragen, um den Kern meiner Wirklichkeit freizulegen und damit die verschiedenen Gefühlsstadien und Wirklichkeitszustände erfahrbar zu machen. Dabei bewege ich mich frei zwischen den Medien Fotografie, Video, Installation/Performance um einen Erfahrungsraum zu schaffen und mich spielerisch auf dem Feld der unzähligen Möglichkeiten zu bewegen. Die Symbiose verschiedener Medien ist mein Werkzeug, meine Sicht der Dinge erlebbar zu machen. In meinem Schaffensprozess lasse ich mir Raum für meine schöpferische und persönliche Weiterentwicklung. Raum eine andere Perspektive einzunehmen und die Welt plötzlich als eine andere wahrzunehmen.

Das bin ich und eine unzähmbare Neugier ist mein Motor.


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